Was ist der Unterschied zwischen Scandic-Oil CLASSIC und FOR FURNITURE?
Scandic-Oil CLASSIC ist dünnflüssiger und für den Rollauftrag auf Parkett- und Dielenböden ausgelegt. Es kann auch für Möbel und Treppen verwendet werden.
FOR FURNITURE ist viskoser und speziell für Möbel und Treppen optimiert. Es lässt sich mit Pinsel, Schaumwalze oder Spritzpistole verarbeiten und bietet besseren Stand auf senkrechten Flächen. Aufgrund seiner höheren Viskosität ist es nicht für Parkett- und Dielenböden vorgesehen. Verwenden Sie dafür Scandic-Oil CLASSIC.
Wie viel OLI NATURA® Scandic-Oil CLASSIC brauche ich für meine Fläche?
Für die vollständige Behandlung mit Scandic-Oil CLASSIC planen Sie die Reichweite bei zwei Aufträgen ein. Ein 5-Liter-Gebinde OLI NATURA® Scandic-Oil CLASSIC reicht für folgende Flächen:
- Bei zwei Aufträgen: ca. 30–42,5 m²
Hinweis: Alle Reichweiten sind Richtwerte. Die tatsächliche Reichweite hängt von Holzart, Endschliff, Saugfähigkeit des Holzes und Verarbeitungsweise ab.
Für welche Holzarten eignet sich Scandic-Oil CLASSIC?
Scandic-Oil CLASSIC eignet sich für helle Holzarten wie Eiche, Esche, Birke, Douglasie, Fichte, Weißtanne und Kiefer.
Auf dunklen oder rötlichen Hölzern können die Weißpigmente einen leichten Schleier oder eine veränderte Farbwirkung erzeugen. Legen Sie deshalb vorab eine Probefläche auf gleichartig vorbereitetem Holz an und beurteilen Sie das Ergebnis erst nach vollständiger Trocknung.
Gibt es Testmuster?
Ja, Testmuster können Sie direkt im Shop in der Kategorie „Muster“ bestellen.
Bereiten Sie die Probefläche genauso vor wie die spätere Oberfläche und führen Sie den vorgesehenen Aufbau mit zwei Aufträgen aus. Beurteilen Sie Farbwirkung, Glanz und Haptik erst nach vollständiger Trocknung. Im nassen Zustand erscheint das Holz zunächst dunkler; der Rohholzeffekt stellt sich nach der Trocknung ein.
Wie entsteht der Rohholzeffekt?
Die wasserbasierte Rezeptur feuert das Holz nur wenig an. Ein geringer Anteil an Weißpigmenten wirkt der verbleibenden Farbvertiefung zusätzlich entgegen.
So behalten helle Hölzer weitgehend ihre natürliche Eigenfarbe und erinnern in Optik und Haptik an frisch geschliffenes Holz. Auch auf gebürsteter und strukturierter Eiche werden die Poren kaum weißlich betont.
Während des Auftrags erscheint das Holz zunächst dunkler. Der Rohholzeffekt stellt sich nach der Trocknung ein.
Kann ich mit Scandic-Oil auf bereits behandelten Böden einen Rohholzeffekt erzielen?
Für den Rohholzeffekt muss der Boden unbehandelt oder vollständig bis auf das rohe Holz abgeschliffen sein.
Eine vorhandene Ölbehandlung lässt sich durch Überölen mit Scandic-Oil nicht in eine Rohholzoptik verwandeln. Auch Lacke, Wachse und andere Altbehandlungen müssen vollständig entfernt werden. Legen Sie nach dem Abschleifen eine Probefläche an.
Wie viele Aufträge brauche ich und wie viel Öl sollte ich einplanen?
Scandic-Oil CLASSIC wird zweimal mit jeweils ca. 60–80 ml/m² aufgetragen. Ein Liter reicht für etwa 13–17 m² bei einem Auftrag beziehungsweise 6–8,5 m² bei zwei Aufträgen. Holzart, Schliff und Saugfähigkeit beeinflussen den tatsächlichen Verbrauch.
Wenn ein dritter Auftrag gewünscht ist, verwenden Sie dafür OLI NATURA® Refresher als optionale Erstpflege. Einen dritten Auftrag mit Scandic-Oil empfehlen wir nicht: Der zusätzliche Pigmentauftrag kann die Oberfläche stärker weißlich erscheinen lassen und den gewünschten Rohholzeffekt beeinträchtigen.
Warum fühlt sich das Holz nach dem ersten Auftrag rau an?
Durch den Wasseranteil können sich Holzfasern aufstellen. Diese werden vor dem zweiten Auftrag geglättet.
Lassen Sie den ersten Auftrag mindestens 2–3 Stunden trocknen. Glätten Sie die trockene Oberfläche mit einem schwedenroten Lackschleifpad und saugen Sie anschließend gründlich ab. Die vollständige Anleitung finden Sie im Tab „Anwendung“.
Wie vermeide ich Weißschleier, Schlieren und unerwünschten Glanz?
Entscheidend sind ein gleichmäßig vorbereiteter Untergrund, die empfohlene Auftragsmenge und zügiges Arbeiten in überschaubaren Abschnitten.
Tragen Sie Scandic-Oil CLASSIC mit einer kurzflorigen Öl/Wachsrolle auf Flächen von etwa 5–10 m² auf. Rollen Sie nicht in bereits angetrocknete Bereiche hinein. Materialansammlungen und zusätzliche Scandic-Oil-Schichten können zu einer stärker weißlichen oder schichtigen Oberfläche führen.
Für ein matteres Finish kann der noch nasse zweite Auftrag vorsichtig mit einem weißen Pad auspoliert werden. Nicht zu lange polieren und angetrocknete Flächen nicht weiter bearbeiten.
Wann ist der Boden begehbar und vollständig durchgehärtet?
Der Boden ist ca. 24 Stunden nach dem letzten Scandic-Oil-Auftrag vorsichtig begehbar. Vollständig durchgehärtet ist Scandic-Oil ohne Härter nach ca. 5–7 Tagen, mit OLI NATURA® H2O-Hardener nach ca. 3–5 Tagen.
Staubtrocken ist die Oberfläche nach ca. 1 Stunde, überarbeitbar nach ca. 2–3 Stunden. Die Zeiten hängen von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Auftragsmenge ab.
Oberflächlich trocken oder vorsichtig begehbar bedeutet noch nicht voll belastbar. Seine volle Belastbarkeit und Beständigkeit erreicht der Boden erst nach vollständiger Durchhärtung. Bis dahin vor Wasser und starker Beanspruchung schützen und nicht feucht reinigen.
Was tun, wenn Scandic-Oil länger als angegeben trocknet oder die Oberfläche klebrig bleibt?
Tragen Sie zunächst kein weiteres Öl oder Refresher auf und lassen Sie die Oberfläche weiter trocknen. Sorgen Sie für gute Belüftung und beachten Sie die Verarbeitungsbedingungen im Tab „Anwendung“.
Zu viel aufgetragenes Öl, nicht abgenommene Überschüsse, niedrige Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit oder ein ungeeigneter Untergrund können die Ursache sein.
Bleibt die Oberfläche trotz geeigneter Trocknungsbedingungen klebrig oder weich, kontaktieren Sie vor einer Nachbearbeitung unsere Anwendungstechnik. Hilfreich sind Fotos sowie Angaben zu Holzart, Vorbehandlung, Auftragsmenge, Trocknungsdauer und Raumklima.
Wann brauche ich OLI NATURA® H2O-Hardener?
Für gewerbliche und stärker beanspruchte Flächen ist OLI NATURA® H2O-Hardener zuzugeben. Für eine schnellere Nutzbarkeit wird die Härterzugabe ebenfalls empfohlen.
Öl und Härter kurz vor Gebrauch im Verhältnis 10:1 (Öl : Härter) gründlich mischen und sofort verarbeiten. Die Topfzeit beträgt 2–3 Stunden. Danach das angemischte Material nicht weiterverwenden.
Wann ist eine Erstpflege mit OLI NATURA® Refresher möglich?
Eine optionale Erstpflege mit OLI NATURA® Refresher ist ca. 2–3 Stunden nach dem zweiten Scandic-Oil-Auftrag möglich, sofern die Oberfläche trocken ist. Die vollständige Durchhärtung muss dafür nicht abgewartet werden.
Die frisch geölte Oberfläche vor der Refresher-Anwendung nicht feucht reinigen.
Wie reinige, pflege und repariere ich den behandelten Boden?
Verwenden Sie OLI NATURA® Holzseife zur Reinigung, OLI NATURA® Refresher zur Auffrischung und das ursprünglich verwendete Scandic-Oil CLASSIC für lokale Reparaturen.
Den Boden regelmäßig saugen oder fegen. Erst nach vollständiger Durchhärtung bei Bedarf nebelfeucht mit Holzseife reinigen; deren Dosierempfehlung beachten.
Lässt die Wasserabweisung nach oder wirkt der Boden trocken und stumpf, mit Refresher auffrischen. Dafür die Oberfläche zuvor reinigen und vollständig trocknen lassen.
Kleine Kratzer und abgenutzte Stellen eines bereits mit Scandic-Oil CLASSIC behandelten Bodens können meist lokal angeschliffen, gründlich entstaubt und mit demselben Produkt nachbehandelt werden. Die ausführliche Anleitung finden Sie im Tab „Pflege & Reinigung“.
Riecht Scandic-Oil während der Verarbeitung und Trocknung?
Scandic-Oil ist geruchsmild, aber nicht geruchlos. Während der Verarbeitung und Trocknung kann ein vorübergehender Geruch auftreten.
Wie stark dieser wahrgenommen wird, ist individuell unterschiedlich. Sorgen Sie für gute Belüftung und halten Sie die empfohlene Auftragsmenge ein.
Können sich mit Scandic-Oil getränkte Lappen und Pads selbst entzünden?
Mit OLI NATURA® Scandic-Oil CLASSIC getränkte Lappen und Pads neigen nicht zur Selbstentzündung.
Beachten Sie die Hinweise zur Handhabung und Entsorgung auf dem Etikett und im Sicherheitsdatenblatt.
Noch Fragen oder ein unerwartetes Ergebnis? Unsere Anwendungstechnik hilft Ihnen bei der Beurteilung und dem weiteren Vorgehen. Halten Sie möglichst Fotos und Angaben zu Holzart, Vorbehandlung und Verarbeitung bereit.